Wie Sie mutiger, klarer und souveräner werden

 "Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht,

dass wir den Anforderungen nicht gewachsen sind.

Unsere tiefgreifendste Angst ist, dass unsere Kraft jedes Maß übersteigt."

Marianne Williamson

 

Wir lernen alle schon früh, uns anzupassen und verbringen unser Leben dann damit zu, so zu werden, wie andere uns haben wollen. Wir versuchen oft den Erwartungen anderer gerecht zu werden, fragen uns aber nicht: Was erwarte ich eigentlich von mir? Was würde ich tun, wenn ich mutiger wäre?

Hier finden Sie ein paar Vorschläge, wie Sie mutiger und souveräner werden:

1. Sagen Sie Ihre Meinung, auch wenn Ihre Stimme dabei zittert.

 

Es ist immer einfacher, nichts zu sagen, herunter zu schlucken und nett zu sein, anstatt offen (und gelassen) seine Meinung zu sagen. Dabei wissen wir gar nicht, wie oft wir anderen damit aus dem Herzen sprechen würden. Ja vielleicht sogar für die anderen sprechen würden, wenn wir es wagen, auf etwas hinzuweisen oder etwas öffentlich in Frage zu stellen. Allerdings gilt hier: Sprechen Sie immer von sich, davon, was Sie wahrgenommen haben, welche Wirkung etwas auf Sie hatte und darüber, was Sie sich stattdessen von Ihrem Gesprächspartner wünschen. So kommt Ihre Meinung an, ohne aggressiv zu wirken. Stehen Sie für Ihre Werte und Bedürfnisse ein und es werden Sie mehr Menschen dafür respektieren, als Sie denken. Indem Sie sich trauen, öffnen Sie auch anderen die Türe, sich mehr zu zutrauen.

 

2. Stehen Sie zu sich selbst!

 

„Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?“ So lautete der Werbespruch einer Limonadenmarke vor einigen Jahren. Mit anderen Worten: Seien Sie ruhig etwas anders als die anderen.

Vielleicht sind einige Ihrer Interessen, Ideen und Ansichten etwas seltsam. Na und? Verrückte Ideen haben schon immer die Welt bewegt. Sicher, einige werden Sie dafür kritisieren und sich vielleicht sogar von Ihnen abwenden. Aber denen müssen Sie dann wenigstens schon mal nicht mehr gefallen. Das Leben wird leichter, wenn Sie Ihren eigenen Weg gehen und sich dafür mögen. Sie werden in jedem Fall aufrechter gehen! Entsprechen Sie ruhig etwas weniger den Erwartungen anderer und stehen Sie zu sich selbst.

 

3. Spüren Sie Ihre Angst und tun Sie es trotzdem!

 

Üben Sie sich darin, immer etwas Neues zu lernen. Gerade wenn Sie oft an Ihren Fähigkeiten zweifeln, braucht es Mut, trotzdem zu handeln. Die meisten schauen mehr auf ihre Schwächen als auf ihre Stärken und lassen sich von Selbstzweifeln abhalten. Dabei ist es doch völlig ok, dass Sie noch keine perfekte Figur abgeben, wenn Sie gerade dabei sind etwas zu lernen. Haben Sie also keine Angst und überwinden Sie Ihre Hemmungen. Worauf es ankommt ist, dass wir uns trauen, Dinge auszuprobieren, schwierige Entscheidungen zu treffen und Neues wagen. Unser Leben wird lebendiger, wenn wir unsere Grenzen dehnen, uns etwas zutrauen.

  

4. Hören Sie auf Ihre Intuition!

 

Intuition heißt, mit dem Herzen zu sehen. Es bedeutet, unsere gottgegebenen Instinkte auch zu Wort kommen zu lassen. Viele sind davon überzeugt, dass es nur darauf ankäme, über genügend Informationen zu verfügen, um dann richtig entscheiden zu können. Natürlich sind Informationen und Fakten wichtig, um sich nicht von anderen über den Tisch ziehen zu lassen. Aber wenn Sie für sich entscheiden wollen, ob Sie lieber so oder anders leben wollen, dann vertrauen Sie auf Ihre innere Stimme – Sie lässt Sie fühlen, was richtig für Sie ist. Und sortieren Sie die Stimmen der anderen, die Ihnen sagen wollen, was „man“ tut und was Sie tun „sollten“ aus, damit Sie Ihre eigene Stimme besser hören können. Wenn wir viele kleine Schritte auf ein scheinbar unerreichbares Ziel hin machen, dann werden wir eines Tages feststellen, dass wir wahre Wunder vollbracht haben!

 

5. Seien Sie bereit, sich verletzlich zu zeigen!

 

Wir haben alle Angst, verletzt zu werden. Daher haben wir alle gelernt, unsere sozial anerkannte und verträgliche Maske zu zeigen, die uns in den Augen der anderen gut dastehen lässt.

Interessant ist jedoch, dass wir als Erwachsene lernen können, uns so zu zeigen, wie wir wirklich sind. Wir können alle Angst verlieren, was andere wohl über uns denken könnten. Wenn wir uns öffnen und wagen, uns zu zeigen wie wir sind, dann werden wir niemals so verletzt werden, wie es schon geschehen ist, weil wir uns anderen gegenüber verschlossen hatten.

 

Im Gegenteil, wenn wir uns von unserer verletzlichen Seite zeigen, dann lösen wir in der Regel eher Verständnis und Mitgefühl aus und nicht zuletzt auch Anerkennung. Denn es gehört eine gehörige Portion Mut dazu, sich ohne Scham mit seinen Schwächen zu zeigen und wahrhaftig zu werden.

Dazu gibt es auf YouTube einen beeindruckenden Vortrag von Brené Brown „The Power of Vulnerability“:

 

Und diejenigen, die sich dann deshalb von uns abwenden, haben ohnehin nicht zu uns gepasst.

 

6. Geben und vergeben Sie!

 

Neulich habe ich diesen interessanten Satz gelesen: „Wenn Sie geben wollen, dann vergeben Sie!“ Diesen Zusammenhang hatte ich mir bis dahin noch nicht klar gemacht – aber auch ver-geben ist ein Akt der (Selbst-)Liebe!

Vergeben Sie sich selbst und anderen, wenn es nicht perfekt gelaufen ist. Vergeben Sie zuerst sich selbst, wenn Sie eine Situation „vermasselt“ haben. Sie hatten es so gut gemacht, wie Sie es zu dem Zeitpunkt konnten. Nehmen Sie sich an und schließen Sie sich selbst (buchstäblich!) in die Arme. Dann können Sie auch anderen vergeben. Vergebung öffnet immer die Türe zum Wachstum und inneren Frieden.

 

Wenn Sie dagegen an der Vergangenheit, Ihrem Groll oder Ihrer Trauer festhalten, dann verhindern Sie damit, dass Ihr Leben fortschreiten kann. Denn nichtabgeschlossene Kapitel binden uns. Schließen Sie jetzt alte Kapitel (Beziehungen) ab, in dem Sie vergeben und weitergehen.

  

Fazit

 

Es geht im Leben nicht darum, immer auf Nummer sicher zu gehen.

Es geht im Leben auch nicht darum, den Status quo aufrecht zu erhalten.

Denn das Leben ist nicht Stillstand, sondern Entfaltung.

 

Vielmehr geht es um die Verbindung mit der eigenen Seele, darum sich selbst zu respektieren, integer zu sein und um zu sich selbst zu sagen: „Ja, ich kann und ich darf!“

Gehen Sie das Risiko ein, Sie selbst zu sein, das wird Sie in jedem Fall mutiger und souveräner machen!