Kleiner Trick für ein gelasseneres Leben

Wie kommt es nur, dass manche Menschen scheinbar unbegrenzte Energie und Mut haben, um große Projekte neben ihrer eigentlichen Arbeit anzustoßen und anderen ist schon ihr Alltag zu viel?

 

Wir glauben ja oft, dass Stress nur von außen kommt.

 

Wir scheinen überwältigt von den Anforderungen und Erwartungen anderer.

Aber was wir meistens nicht bemerken ist, wie wir uns selbst den Stress verursachen – indem wir unseren inneren Denkmustern folgen, ohne es zu bemerken oder hinterfragen zu können.

Zum Beispiel unseren inneren Antreiber, der uns ständig hetzt und uns weiß machen will, dass wir uns beeilen müssen – oder keinen Fehler machen dürfen – uns nicht blamieren dürfen – oder eine Aufgabe nicht ablehnen dürfen, weil wir glauben, dass andere uns dann kritisieren.

 

Wenn wir jeden Tag das Gefühl haben, „Ich muss es schaffen, ich muss mich beeilen, ich sollte es den anderen recht machen, ich darf keinen Fehler machen“,…dann setzen uns diese Gedanken viel mehr zu, als die äußeren Umstände. Und dann braucht es auch gar nicht viel, damit uns schon der Alltag überfordert, geschweige denn ein neuer Job oder ein neues Projekt.

 

Aber wie kommen Sie aus der (selbstgemachten) Stress-Spirale wieder heraus?

 

1.     Am besten, indem Sie einen Moment innehalten und überprüfen, ob Sie diesen oder eine andere Form eines inneren Antreibers haben, der Sie ständig ermahnt: „Beeil dich…, sei perfekt…, mach es allen recht…, sei stark…, streng dich an...“ Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor?

 

2.     Dann ist es Zeit für einen „Erlauber“! Stellen Sie Ihrem inneren Antreiber ganz bewusst einmal einen Erlauber zu Seite, der den Antreiber bremst:

a. Ja, ich bin noch nicht so gut, wie ich es gerne wäre, aber ich bin auf dem besten Weg dahin, ich lerne und darf Fehler machen!

b. Ja, ich bin nicht so schnell wie ich es gerne wäre und ich gönne mir etwas mehr Zeit dafür…

c. Ja, ich traue mich, etwas auszuprobieren!

d. Ja, ich bin (noch) Anfänger – aber das heißt nur, dass ich „etwas anfange“ und nicht sein lasse, nur aus Angst Fehler zu machen und mich zu blamieren

e. Ja, das fühlt sich manchmal unangenehm an und erinnert mich daran, wie ich als Kind ausgelacht wurde

f. Ja, das verunsichert mich. Aber nur, weil ich mich selbst dafür verurteile. Wenn ich Fehler mache, lehne ich mich gerne selbst ab und mein innerer Kritiker lädt dann die äußeren Kritiker (meinen Partner, meine Kollegen, meinen Chef, etc.) ein, es genauso zu machen.

g. Ja, ich bin nicht perfekt und das ist gut so, denn nur so lerne ich…

h. Ja, ich darf auch „Nein“ sagen. Ich muss es niemandem Recht machen, außer mir selbst (wow!).

i. Ich werde ab heute anfangen, verständnisvoller mit mir zu sein!

 

3.     Machen Sie sich bewusst: Sie haben die Wahl!
„Ich kann mich weiterhin verurteilen, wenn ich es nicht so hinbekomme, wie ich es von mir erwarte. Oder ich kann mich in diesem Jahr auf den Weg machen und lernen, mich anzunehmen, mich wertzuschätzen und zu lieben. Und dabei über mich selbst hinaus zu wachsen!“

 

4.     Achten Sie ab jetzt häufiger darauf, wie Sie mit sich reden. Was Sie zu sich sagen. Machen Sie sich Druck? Jagen Sie sich Angst ein, indem Sie immer gleich das Schlimmste befürchten? Ist es vielleicht Ihre Art, sich dadurch wichtig zu machen und Aufmerksamkeit zu bekommen? Treiben Sie sich oft zur Eile an? Und fühlen sich dann am Ende des Tages abgekämpft?

 

Steigen Sie aus Ihrem selbstgemachten Hamsterrad aus!

 

Wenn wir anfangen, uns innerlich weniger Stress zu machen, wenn wir uns stattdessen innerlich beruhigen statt aufzuregen, dann können wir plötzlich auch ganz anders mit den alltäglichen, nervigen, unlustigen, frustrierenden Situationen umgehen.

Vielleicht nicht jedes Mal…aber immer öfter.

 

Wenn Sie für sich klarer geworden sind, was Sie eigentlich wollen, was Sie können und was Sie brauchen, dann können Sie das auch anderen gut kommunizieren und Erwartungen klarer setzen – Ihre eigenen und die der anderen. So überwinden Sie Ihre Angst vor Ablehnung. Und das erleichtert die Zusammenarbeit enorm.

 

Denn Erfolg beginnt im Kopf.

 

Wenn wir negative Gedanken hegen, dann schwächt das nicht nur unser Selbstbewusstsein, sondern auch unser Immunsystem.

 

Denken Sie daher ermutigende Gedanken statt stressige!